Finale

Mit dem Finalspiel zwischen Spanien und Italien ging die EM in Polen und der Ukraine am Sonntag zu Ende. Gleichzeitig geht auch unsere diesjährige Forschungskampagne, die im Übrigen mindestens genauso erfolgreich war wie die siegreichen Spanier, in ihre finale Etappe. Gestern brachen wir in Richtung Liechtenstein auf.
Mit der Sesselbahn – nach all den zurückgelegten Höhenmetern sei uns auch mal etwas Faulheit gegönnt – fuhren wir von Malbun aus nach Sareis. Ziel war es, die bereits im Vorjahr erstmals entdeckten Gebäudestrukturen wenige Höhenmeter unterhalb der Bergstation Sareis, in Richtung Gamperdonatal, genau zu erfassen und zu dokumentieren. Von der Ferne aus waren schon auf der nach Nordosten orientierten Geländeterrasse zahlreiche Strukturen erkennbar. Die als Gebäudegrundrisse identifizierten Befunde hoben sich durch den unterschiedlichen Bewuchs und die muldenartigen Vertiefungen deutlich von der Umgebung ab. Im Rahmen unserer Begehung konnten oberflächlich insgesamt 24 Gebäudestrukturen erfasst werden (wir haben uns also im Vergleich zum letzten Jahr, als wir bei einer schnellen Begehung 10-12 Gebäude erkannten, wesentlich gesteigert). Die Kernzone wird dabei von 16 Bauten gebildet, deren Grundmauern jeweils nur noch wenige Steinlagen hoch erhalten geblieben sind. Einige Gebäude sind gar nur noch als Negativ erkennbar. Ob die anderen acht Gebäude, die etwas weiter nördlich bzw. südlich des als Kernzone definierten Areals gefunden wurden, mit eben jenen Bauten direkt in Verbindung gebracht werden können oder aus einer früheren und/oder späteren Phase stammen, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht genau feststellen. Aussagen über die ursprüngliche Funktion und das Alter dieser Anlagen lassen sich im Moment ebenso wenig treffen. Eine gezielte Grabungskampagne könnte diese offenen Fragen sehr wahrscheinlich beantworten. Unsere umfangreichen Vermessungs- und Dokumentationsarbeiten bieten jedenfalls gute Ausgangsbasis für zukünftige Forschungen.
Heute nahmen wir von Steg aus noch das Valüna-Tal in Angriff. Sofern das Wetter morgen mitspielt möchten wir auch noch Valorsch genauer unter die Lupe nehme, sodass sich dann der erweiterte Kreis – oder vielmehr die Ellipse – um den Naafkopf schließt.

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