Bündner Impressionen

Leider hatten wir in der Schweiz doch keinen Internetzugang, deshalb gibts jetzt eine Zusammenfassung der letzten vier Tage (ohne Dusche, dafür mit Dosenfutter!):

Christoph hat sich am Mittwoch leider an der Hand verletzt und musste am Donnerstag Morgen zum Doktor, unsere Abreise verspätete sich deswegen ein wenig. Danach vollbepackt über die Grenze nach Liechtenstein und Raphi in Vaduz abholen. Grosszügigerweise hat Markus Lampert uns seine Hütte auf Ijes zur Verfügung gestellt, an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank, auch für die Hilfe beim Transport zur Hütte! Und natürlich für den guten Wein!

Nachdem wir uns in der kleinen, aber sehr feinen Hütte (1934 Höhenmeter) eingerichtet hatten, haben wir den späten Nachmittag noch ausgenutzt und eine kleine Prospektionstour unterhalb des Barthümeljochs (Übergang ins Gamperdonatal, unser Aufenthaltsort in der nächsten Woche) und im Ijestal unternommen.

Leider hielt der Wetterbericht nicht, was er versprochen hatte. Deshalb gings am Freitag bei Wolken und Nebel ins Seewiser Gebiet, bis nach Fasons. Unterwegs der erste Erfolg: in einer grösseren Blockhalde eine Abrisituation und einen Hüttengrundriss mit Pferch, nicht unweit von Fasons. Da es doch schon etwas spät war, entschlossen wir uns, den Rückweg anzutreten – die Seewiser Seite werden wir diesen Sommer mit Sicherheit nochmals genauer anschauen.  Retour gings via Stürfis Alp. Hier kamen wir an den Grundrissen einer Kapelle (1333-1633) und dreier Hütten vorbei – die sind als Walsergründungen zwar schon bekannt, aber soweit wir wissen noch nicht dokumentiert. Das wird am Sonntag nachgeholt. Insgesamt ca. 12km Distanz, 2000 Höhenmeter – nicht schlecht für einen Tag Prospektion. Den Schnaps am Abend hatten wir uns wirklich verdient!

Dementsprechend lockerer war der Samstag geplant. Im Nebel ins Fläscher Tal, direkt zu den zwei Hüttengrundrissen, die wir schon auf dem Luftbild entdeckt hatten. Bis zur Mittagspause hatten wir sie dokumentiert, dann kam auch schon unser Ehrengast, Thomas Reitmaier. Nicht nur, dass sich jetzt das Wetter verbesserte und wir das wunderschöne Fläscher Tal mit den drei Seen geniessen konnten, kaum war der Leiter des Archäologischen Dienstes Graubünden dabei, gings befundmässig  Schlag auf Schlag: einige Abrisituationen, Gebäudegrundrisse, Ställe, … Daher wurde es gegen Abend zeitlich doch noch etwas knapp, wir hatten ja noch drei Befunde im Ijestal zu dokumentieren: einen Stall, eine Hütte und einen Gebäudekomplex, vermutlich die Vorgänger der Alpe Ijes. Also wurde es doch nix mit dem lockeren Arbeitstag.

Unsere Wetterfee Thomas bescherte uns auch am Sonntag Sonnenschein. Nachdem wir die Hütte durchgeputzt  und unsere Sachen zum Auto getragen hatten (da die Strasse zur Hütte noch nicht ganz geräumt wurde mussten wir die letzten 20min laufen) gingen wir runter nach Stürfis, zur alten Walsersiedlung. Neben der Kapelle dokumentierten wir noch sechs Gebäudegrundrisse (einen davon mit Keller).

Jetzt geniessen wir den Abend im Tal, in der Zivilisation, mit so komischen Dingen wie Dusche, Internet, etc. Zum Glück gehts morgen schon wieder weiter, ins Gamperdonatal aka Nenzinger Himmel! (jetzt sollten die Blogbeiträge auch regelmässiger kommen)

Nochmals vielen Dank an Herrn Lampert für die Schlafmöglichkeit auf seiner tollen Hütte im wunderschönen Ijestal!

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